Fluglärm: Fach-Forum Fluglärm
Steuergrab Regionalflughafen
<2012-01-17>
Egoismus der Bundesländer mindert Wohnqualität

Mit dem Geld des Steuerzahlers finanzieren Politiker den Ausbau unrentabler Regionalflughäfen; eine Milliarde Euro seit der Wiedervereinigung. Ein Beispiel ist der Regionalflughafen "Kassel-Calden International". Über die schätzungsweise 250 Millionen Euro öffentlicher Gelder für den Bau drohen ab 2013 jährlich weitere Millionen an Betriebsdefizit. Denn weder derzeit noch zukünftig will eine Fluglinie hier regelmäßig landen. Denn aus einem Kassler Gewerbegebiet ist der Regionalflughafen Paderborn/Lippstadt in nur 47 Minuten mit zahlreichen in- und ausländischen Flugzielen zu erreichen. Und zum Frankfurter Flughafen, den 155 Fluggesellschaften anfliegen, benötigt der ICE nur eine Stunde und 47 Minuten.

Aber selbst wenige Flugbewegungen zu diesen subventionierten Regionalflughäfen wecken die Anwohner aus dem Schlaf und mindern die Wohnqualität. Die Rechtsanwaltskanzlei Möller vertritt Anwohner und die Bürgerinitiative Hannoversch Münden gegen den Fluglärm.

Frontal21 berichtet über das Steuergrab Regionalflughafen - Bauwahn ohne Bedarf am 17. Januar 2012


Autor: Matthias Möller-Meinecke, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht

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Schlaf, Nachtruhe Grenzwert Wertminderung

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