Fluglärm: Fach-Forum Fluglärm
Pressespiegel: Künftige Fluglärm-Belastung für die Region Hanau nach Experten-Meinung "schöngerechnet"
<2005-01-22>

Meldung im HANAUER ANZEIGER vom 21.01.2005, 15:31 Uhr

Region Hanau. London hat dem Main-Kinzig-Kreis Einiges voraus. Weil der Londoner Buckingham Palace direkt in der Einflugschneise des Airports Heathrow liegt, schweben die Jets flüsterleise im Leerlauf ein. Lebte die Queen in Hanau, wäre sie "not amused" über den Krach in ihren Ohren und hätte auch hier entsprechende Schritte eingeleitet. Über dem Kinzigtal und über Hanau lassen die Piloten nach Expertenmeinung unnötig die Triebwerke aufheulen bei ihrem Landeanflug in Richtung Frankfurt. Und: Ein Jumbo der Dimension 747-400 schluckt eine halbe Tonne weniger Kerosin und stößt entsprechend weniger Schadstoffe aus, wenn stattdessen er in gleichmäßigem Sinkflug in Richtung Landebahn segelt. Rechtsanwalt Matthias Möller-Meinecke, der den Kreis in Sachen Fluglärm-Klage vertritt, schilderte bei einem Pressegespräch neben diesen Aspekten, dass die Fraport AG als Flughafenbetreiber in ihrer Ausbauplanung zum Nachteil der Bürger im Main-Kinzig-Kreis von den Lärmschutzwerten im Mediationsverfahren abweiche. Seiner Auffassung nach werde die künftige Belastung im Bereich Hanau und Maintal "schöngerechnet".

Die Belastung in Sachen Fluglärm wird nach Schilderungen von Kreis-Pressesprecher John-Karsten Mewes und Rechtsanwaltsanwalt Matthias Möller-Meinecke drastisch steigen, falls die juristischen Bestrebungen des Main-Kinzig-Kreises keinen Erfolg haben sollten. Das Zukunftsszenario sieht so aus: Die derzeitigen 460 000 Flugbewegungen jährlich sollen auf 670 000 aufgestockt werden. Der Prognose, dass in näherer Zukunft eine Million Flugbewegungen jährlich möglich sind, habe die Fraport AG nicht widersprochen, sagte der Jurist. Mehr Infos im HANAUER ANZEIGER vom 22. Januar (tok)


Autor: Matthias Möller-Meinecke, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht

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pollutant, toxic agent Fluglärm Schadstoffemission Lärmbelastung

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